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Blinky Palermo - Grafiken
Hommage zum 75. Geburtstag

Die galerie p.w. richard zeigt im Rahmen des Gallery Weekend Berlin 2018, einen interessanten Querschnitt des grafischen Œuvres von Blinky Palermo, wohl einen der bedeutendsten und umstrittesten zeitgenössischen deutschen Künstler.

"Ich bevorzuge eine ziemlich karge, simple Formensprache", lautete sein Credo.

Blinky Palermo wurde als Peter Schwarze am 2. Juni 1943 in Leipzig geboren. Im selben Jahr adoptiert Erika und Wilhelm Heisterkamp ihn mit seinem Zwillingsbruder Michael. 1952 siedelte die Familie nach Münster über, wo er seine Jugend verbrachte. 1961 besuchte Blinky Palermo die Werkkunstschule in Münster und belegte Grafik- und Bildhauerkurse. Ab 1962 studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie, zunächst bei Bruno Goller, wo er im Stil des Surrealismus malte.

1964 wechselte Blinky Palermo in die Klasse von Joseph Beuys, der ihn im Winter 1966/67 zu seinem Meisterschüler ernannte. An der Kunstakademie gab sich Peter Heisterkamp den Künstlernamen „Palermo“ und zeichnete so alle seine Arbeiten. Der Spitzname Blinky gaben ihn Freunde, da er mit seinem Beatnik-Outfit eine gewisse Ähnlichkeit mit dem gleichnamigen italienisch-amerikanischen Mafioso und Boxpromotor hatte. Anderen Quellen zufolge war das Pseudonym die Reaktion auf eine Aussage von Joseph Beuys: „Mit dem Namen Heisterkamp kannste nie was werden als Künstler.“

Nach dem Studium 1967 arbeitete Blinky Palermo zunächst als Barkeeper im Düsseldorfer Scene-Lokal „Creamcheese“. Er pflegt enge Freundschaften mit u.a. Gerhard Richter, Sigmar Polke, Imi Knoebel und Ulrich Rückriem. Schon während des Studiums hatte Blinky Palermo eine erste Einzelausstellung in der Münchner Galerie Friedrich und Dahlem, die in später unter Vertag nahm.

1969 zog Blinky Palermo nach Mönchengladbach, um sich dem extensiven Leben in Düsseldorf zu entziehen. Hier teilte er zunächst mit Imi Knoebel, dann mit Ulrich Rückriem ein Atelier. 1970 unternahm er mit Gerhard Richter eine Studienreise nach New York. Hier lebte Blinky Palermo zwischen 1973 und 1976 hauptsächlich, wo er sich nicht nur an Jazz und Soul berauschte. Mit Imi Knoebel reiste Blinky Palermo 1974 mit dem Auto quer durch Amerika. Vor allem die neueröffnete Rothko-Kapelle in Houston sowie das Las Vegas Piece von Walter De Maria beeindruckten ihn.

Anfang 1976 kehrte Blinky Palermo nach Düsseldorf zurück, lernte Babette Polter kennen und bezog das frühere Atelier von Gerhard Richter.

Bereits 1972 wurde Blinky Palermo zur documenta 5 eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Credo der „ziemlich kargen, simplen Formensprache“ gepaart mit einem ausgeprägten Farbempfinden verinnerlicht. Ebenso entsprachen seine Wandmalerei und Wandzeichnerei den Vorstellungen der Erweiterung der Malerei in den Raum, um die sonst unsichtbare architektonische Umgebung zur Wirkung des Kunstwerkes sichtbar zu machen. Ab 1974 fertigte Blinky Palermo seine sogenannten Metallbilder an. Acrylfarben wurden auf Aluminium- und Stahlplatten aufgebracht.

Am 17. Februar 1977 verstarb Blinky Palermo während einer Urlaubsreise mit Babette Polter über-raschend auf der Malediven-Insel Kurumba, nach Aussage von seiner Ex-Frau, Kristin Heisterkamp, „an Erbrochenem erstickt“.

Eröffnung: Do, 26.04.2018, 19:00 h
Ausstellung: 27.04. - 09.06.2018, Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.

Gallery Weekend Berlin:
Fr, 27.04. 13 - 21 h, Sa, 28.04. 13 -19 h, So, 29.04. 13 - 16 h.

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Andy Warhol – Prints
Ikone der Pop-Art

Die galerie p.w. richard zeigt im Rahmen des Gallery Weekend Berlin Multiples und Druckgraphiken sowie Plakate von Andy Warhol.

Andy Warhol, am 6. August 1928 in Pittsburgh, PA geboren und am 22. Februar 1987 in New York City verstorben, zählt zu den bedeutendsten und wegweisenden zeitgenössischen Künstlern. Seine Karriere begann bereits in den 1950er Jahren als Grafiker und Illustrator für Mode-, Hochglanz- und Lifestylemagazine und entwickelte sich schnell zu der Ikone der amerikanischen Pop-Art. Er hinterließ ein umfangreiches Gesamtwerk, das von einfachen Werbegrafiken bis zu Gemälden, Objekten, Filmen und Büchern reicht. Zudem war er auch als Musikproduzent tätig.

Sein Wahlspruch, dass in der Zukunft jeder für fünfzehn Minuten berühmt sein würde, bewahrheitete sich nur allzu sehr.

1962 richtet Andy Warhol sein Atelier, die "Factory" ein, in dem Mitarbeiter und Freunde an der "Produktion" von Kunst mitarbeiten. Die ersten Serien mit "Campbell’s Soup Cans" und "Coca Cola Bottles" entstehen. 1962 nimmt Andy Warhol auch an der Ausstellung "The New Realists" in New York teil. Im Verfahren des Siebdrucks, das bisher als absolut unkünstlerisch galt, und mit Acrylfarbe fertigt Andy Warhol Bilder, für die er als Vorlagen Pressefotos von tragischen Unfällen oder Flugzeugabstürzen und ähnlichem verwendet. Daneben bildet er Karton- und Holzskulpturen aus kommerzieller Verpackungen. Andy Warhols Werke sind jedoch nur vordergründig belanglose Abbilder gewöhnlicher Alltagsgegenstände oder des Alltagsgeschehens. In Wahrheit sucht er nach den Zeichen des Verfalls der Konsum- und Massenkultur seiner Zeit.

Ende der Sechziger wechselte Warhol den Standort der „Factory“. Nun reich und berühmt, nahm er sich ein Büro. Weiter Filme folgten ebenso Portraits etlicher Stars, darunter Jackie Kennedy (1965), Marilyn Monroe (1967), Mao Tse-Tung (1972), Mick Jagger (1975) und zahlreiche Self-Portraits.

Wesentliche Auswirkung auf die Vita von Andy Warhol hatte das Attentat der Frauenrechtlerin Valerie Solanas, die ihn am 3. Juni 1968 niederschoss. Von nun an lies er es ruhiger angehen und widmete sich nach dem Anschlag wieder verstärkt seinen Bildern, Siebdrucken und Portraits von Prominenten (nach 1970). Diese brachten ihm beachtliche Erfolge ein, er beschränkte sich immer mehr auf „kommerzielle“ Kunst. Aber auch Motive aus der Kunst- und Kulturgeschichte bilden die Grundlage zahlreicher Bilder. Die Farbigkeit der Siebdrucke explodierte.

Die galerie p.w. richard zeigt aus diesen unterschiedlichen Perioden Druckgrafiken, die einen interessanten Querschnitt durch die enorme Vielfalt des grafischen Œuvres geben. Arbeiten wie „Happy flyaway days” ein Mappendeckel für „Vanity Fair“ von 1956, das „SAS Passenger Ticket“ der Stockholm-Reise von 1968, die den Darg Queens aus dem Club „The Gilded Grape“ gewidmete Serie „Ladies and Gentleman” von 1975 oder die 1984 von einem Düsseldorfer Zahnarzt in Auftrag gegebene “Saint Apollonia” sind hierfür beispielhaft.

Eröffnung: Do, 27.04.2017, 19:00 h
Ausstellung: 28.04. - 10.06.2017
Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.

Gallery Weekend Berlin: Fr, 28.04. 13 - 21 h, Sa, 29.04. 13 -19 h, So, 30.04. 13 - 16 h.

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Giuseppe Santomaso
plus Grafiken aus der Erker-Presse - St. Gallen

Giuseppe Santomaso wurde am 26. Sept. 1907 in Venedig als Sohn eines Goldschmiedes geboren. Hier verbrachte er seine Kindheit und Jugend, hier war sein Lebensmittelpunkt und hier verstarb er am 23. Mai 1990.

Ab 1932 studierte Giuseppe Santomaso an der Akademie der Schönen Künste in Venedig und wurde bereits 1934 zur Teilnahme an der Biennale in Venedig eingeladen. Mitte der dreißiger Jahre begann die Auseinandersetzung mit der avantgardistischen Kunst. 1937 unternahm er eine Studienreise in die Niederlande und lernte dort die Künstler des Impressionismus und des Fauvismus kennen. Bei seinem Besuchen in Paris anlässlich der Weltausstellungen beschäftigte sich Giuseppe Santomaso mit der Kunst von Henri Matisse, Georges Braque, Pierre Bonnard und Pablo Picasso. Im Jahr 1939 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie 'Rive Gauche' in Paris.

1946 war Giuseppe Santomaso maßgeblich an der Gründung der progressiven italienischen Künstlergruppe "Nuova Secessione Artistica Italiana" beteiligt, die später in "Fronte Nuovo delle Arti" umbenannt wurde. Giuseppe Santomaso tratt hier entschieden für eine Position zwischen einem illustrativen Realismus und einer puren Abstraktion ein. Anfang der fünfziger Jahre folgte die Auseinandersetzung mit der Kunst des Informel. Sie fand ihren Niederschlag in zunehmend abstrakten Kompositionen. In den 1960er Jahren wurden die Bilder von Giuseppe Santomaso ruhiger und grafischer. Ab Mitte der 1970er Jahren schließlich standen in seinen Gemälden/ Grafiken die Architekturelemente der Palazzi von Venedig im Vordergrund. Die Bildkompositionen haben jetzt eine architektonisch anmutende Klarheit, die von der unvergleichlichen Farbigkeit Venedigs inspiriert wird.
Bis zu seinem Tode 1990 erfolgten, neben Giuseppe Santomasos akademischer Lehrtätigkeit an der venezianischen Kunsthochschule, von 1954 bis 1974 dreizehn Beteiligungen an der Biennale in Venedig, drei Einladungen zur Documenta nach Kassel sowie zahlreiche Teilnahmen an nationalen und internationalen Ausstellungen. Zahlreiche Grafiken und Editionen von Giuseppe Santomaso entstanden in der Erker-Presse - St.Gallen. Die Galeristen Franz Larese und Jürg Janett hatten neben der 1957 gegründeten "Galerie im Erker", 1962 die Erker-Presse als Lithografische Werkstatt am Gallusplatz ins Leben gerufen. Dort entstanden bis 1990 eine große Anzahl von Plakaten, Grafik-Editionen und Künstlerbüchern.
Bedeutende Vertreter der zeitgenössischen Grafik wie die gezeigten Eduardo Chillida, Asger Jorn, Robert Motherwell, Antoni Tàpies, Mark Toby oder Günther Uecker waren hier tätig und nutzten die Experimentierfreudigkeit der Druckwerkstatt sowie die Aktivitäten des Erker-Verlags.

Die Gemeinsamkeit aller Erker-Grafiken und Plakate ist, daß sie vom Künstler direkt auf den Stein gezeichnet wurden. Es wurden weder Zinkplatten noch Umdruckpapier verwendet, noch wurde durch Berufslithographen "nachgeholfen". Bei vielen Arbeiten ist, ähnliche einer Radierung, der Rand des Lithosteins eingedrückt.

Eröffnung: Do, 09.03.2017, 19:00 h

Ausstellung: 10.03. - 13.04.2017 Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.

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Willi Baumeister / Max Ernst / Joan Miro
Surreales / Mythen / Mythos

Die Ausstellung der Grafiken von Willi Baumeister, Max Ernst und Joan Miro, zeigt drei Protagonisten der europäischen Nachkriegsmoderne, die bis heute die Kunstszene nachhaltig beeinflussen. Nicht nur dass die Inhalte der Bilder dem breiten Spektrum des Surrealen, Mythischen oder der Mythologie bestimmt sind. Auch die gewählten Darstellungsformen weichen von üblichen Techniken und Colo-rierungen der etablierten Kunstrichtungen ab. Neben der Andeutung figuraler Motive, die häufig der akuellen Literatur entnommen sind, steht auch die vollkommene Abstraktion im Vordergund.

Willi Baumeister, am 21. Januar 1889 in Stuttgart geboren und dort am 31. August 195 verstorben, absolvierte von 1905 bis 1907 eine Lehre als Dekorationsmaler. Danach studierte er bis 1910 an der Kunstakademie Stuttgart. In den 20er Jahren entwickelte sich zunehmend ein abstrakter Stil mit konstruktivistischen und surrealistischen Elementen. Ab 1928 war Willi Baumeister Professor an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt/M. 1933 verstießen ihn die Nationalsozialisten aus dem Lehramt. 1937 zeigte die Ausstellung "Entartete Kunst" auch die Werke von Willi Baumeister.

Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte er sich immer mehr hin zum Abstrakten. Häufig stellten seine Bilder Archaismen afrikanischer oder vorderasiatischer Höhlenkulturen dar. In seinem Buch, "Das Unbe-kannte in der Kunst" (1947), das als eine Verteidigungsschrift der abstrakten Malerei zu verstehen ist, bezeichnet Willi Baumeister das Unbekannte als "das Geheimnis der Schöpfungstat".

Max Ernst, * 2. April 1891 in Brühl und am 1. April 1976 in Paris verstorben, war der bedeutendste surealistischer Künstler deutscher Herkunft. 1919 gründete er mit u.a. Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe. 1922 zog Max Ernst nach Paris und schloss sich den Surrealisten um André Breton an. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er in Frankreich interniert, konnte durch die Kunstmäzenin Peggy Guggenheim, seiner späteren dritten Ehefrau, fliehen und ging 1941 in die USA. 1953 kehrte er mit seiner vierten Ehefrau, der Malerin Dorothea Tanning, nach Frankreich zurück.
Mit seinen Gemälden, Collagen und Skulpturen schuf Max Ernst rätselhafte Bildkombinationen, bizarre Wesen, die häufig Vögel darstellen. Neben seinem künstlerischen Werk verfasste Max Ernst Gedichte, wobei auch Künstlerbücher einen breiten Raum in seinem Schaffen einnahmen.

Joan Miró, am 20.4.1893 in Barcelona geboren und am 25.12.1983 in Palma de Mallorca verstorben, prägte mit seinem assoziativ-surealistischen Stil die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig. Schon ab 1915 hatte er sein eigenes Atelier. In den 20er Jahren setzte sich Joan Miro intensiv mit der Pariser Scene des Surealismus auseinander und übersiedelte dorthin. Nach wechselnden Aufenthaltsorten wurde ab 1956 Cala Major auf Mallorca sein Lebensmittelpunkt. Bereits zu dieser Zeit bestand ein umfangreichen Œuvre aus Malerei, Skulpturen und Keramiken sowie einem grafischen Werk mit Litho-grafien, Radierungen und Holzschnitten, das Joan Miro bis zu seinem Lebensende opulent erweiterte.

Mehrdeutige Phantasiegebilde, Wesen zwischen freier Formerfindung und realem Abbild sind das Er-kennungsmerkmal von Joan Miro. In den Bildern verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenstand, Mensch, Tier und Pflanze. Es entstehen imaginäre Gebilde, die sich dem klassischen Schönheitsideal mit dem Ziel verweigern, den Betrachter zur freien Assoziation sowie zum Schmunzeln zu animieren.

Eröffnung: Do, 17.11.2016, 19:00 h

Ausstellung: 18.11. - 23.12.2016, Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.
„after work“ in Charlottenburg-Wilmersdorf - 10. Galerienrundgang: Do,  01.12.2016, 18 - 21 h

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Roy Lichtenstein / James Rosenquist
POP ART USA

Die Ausstellung der Prints von Roy Lichtenstein und James Rosenquist, zeigt zwei Protagonisten der US-Amerikanischen Pop Art, die bis heute die Kunstszene nachhaltig beeinflussen. Nicht nur dass die Inhalte der Bilder dem breiten Spektrum der durch Kommerz bestimmen Alltagswelt entnommen. Auch die gewählten Darstellungsformen weichen von damaligen Techniken und Colorierungen ab. Provozierende Themenstellungen und unkonventionelle Fertigungstechniken brechen radikal mit den etablierten Kunstrichtungen und spiegeln die sozio-kultureller Veränderungen wider.

Roy Lichtenstein, am 27. Oktober 1923 in Manhattan geboren und dort am 29. September 1997 verstorben, wurde durch seine Rasterpunkte weltberühmt. Mit aus der Kunst-, Comic- und Konsumwelt entlehnten Motive gelang ihm Anfang der 60er Jahre der Durchbruch. Zum Wiedererkennungsmerkmal werden die aus der Illustration entwickelten Farbpunktierungen (Benday-Dots) sowie schematisierte Linien- und Flächensysteme. Die dargestellten, stark stilisierten Motive erhalten eine schwarze Umrisslinie (outlines).

Nach seiner Ausbildung auf der School of Fine Arts, Ohio, setzte sich Roy Lichtenstein in den 50er Jahren intensiv mit Kubismus, Fauvismus, Expressionismus und Abstraktion auseinander. Dieses spiegelt sich auch in den Motiven seiner Pop-Bilder wider. Traditionellen Gattungen wie Stillleben, Interieur, Porträt, Landschaften, Architektur etc. werden nach Vorbildern der Moderne, in seiner typischen Pop Art mit reduzierter aber kräftiger Farbgebung umgesetzt.

Die Printmedien nehmen in dem OEuvre von Roy Lichtensteins eine wichtige Rolle ein. Die graphischen Techniken boten ihm, wie anderen Pop-Art-Künstlern eine hervorragende Ausdrucksform und waren Grundlage, um seriell zu arbeiten. Er widmete sich dem Siebdruck, dem Holzdruck, der Lithographie und bediente sich der Collagen-Technik. Wie der kommerzielle Drucker versuchte er, so wenige Farben wie möglich einzusetzen. Bis zu seinem Tod blieb Roy Lichtenstein seinem Stil der industriellen Rasterung und plakativen Farbgebung vor dem Hintergrund wechselnder Sujets treu.

James Rosenquist, * 29. November 1933 in Grand Forks, N.D. und lebt in Florida, hatte seinen Durchbruch als Pop-Art-Künstler mit dem raumfüllenden Gemälde F-111 (1965). Über vier riesige Teilbilder wurde der Jagd-Bomber F 111, kombiniert mit anderen Sujets wie Spaghetti mit Tomaten-soße, Haartrockner, Glühbirnen und einen Atompilz im Stil aggressiver Webeästhetik. Das Motiv dabei sind zerrissene, fehlproportioniert wirkende Einzelbilder zu kombinieren, sie überlappen zu lassen und gegenüberzustellen, um Geschichten zu erzeugen.

Nach seinem Studium der Malerei an der University of Minnesota von 1952 bis 1954, verdiente James Rosenquist seinen Lebensunterhalt u.a. mit dem Malen von Werbeplakaten. Mit dem Aufkommen der Pop Art wurde er schnell zu einem ihrer führenden Vertreter. Er wandte die Techniken des Plakat-malens auf die großformatigen Bilder an, die er ab 1960 schuf.

Neben Malerei trug James Rosenquist auch zur Erneuerung der Druckgrafik bei. Auch hier verfolgte er die Strategie der Persiflage und kombinierte in ironischer Haltung die Banalitäten der amerikanischen Verbraucherkultur. Radikaler als seine Kollegen stellte, James Rosenquist in komplexen Schichtungen Motiven wie Coca-Cola Flaschen, Küchengeräte, verpackten Lebensmitteln, Frauen-lipsticked-Mund, gepflegte Hände etc. dar und kommentiert sie als schwindelerregende Allgegenwart der Verbraucher.

Eröffnung: Do, 28.04.2016, 19:00 h Ausstellung: 29.04. - 11.06.2016, Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.

Gallery Weekend Berlin: Fr, 29.04. 13 - 21 h, Sa, 30.04. 13 -19 h, So, 01.05. 13 - 16 h.

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Bram van Velde - Les Lithographies
Grafiken als gestisch-abstrakte Farbkompositionen

Die galerie p.w. richard zeigt Grafiken von Bram van Velde, die in ungewöhnlicher Art
gestisch-abstrakte Farbkompositionen sind.

Bram van Velde, am 19. Okt.1895 in Zoeterwoude bei Leiden (NL) geboren und am 28. Dez. 1981 in  Grimaud bei Arles (F) gestorben, zählte zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern der expressionistischen Abstraktion und des Existenzialismus. Bewusst unbestimmte Darstellungen der Formen, die kollidieren und in seltsamer Konfigurationen, nie ganz passend mit einander verflochten, sind typisch für seine Arbeiten ab den 50er Jahren. Die Farben wechseln ständig, überraschen unsere Vorstellungen in ihrer Zusammenstellung und Überlagerungen. Das künstlerische Leben von Bram van Velde ist dabei von zahlreichen Entbehrungen und Enttäuschungen geprägt. Erst in den letzten beiden Lebensjahrzehnten stellt sich der Erfolg seiner eigenwilligen gestisch-abstrakten Kunst ein.

Bram Van Velde wuchs in verarmten Verhältnisse auf und wird ab 1907 zum Innendekorateur und Lampenschirmmaler ausgebildet. Unterstützt durch seinen Ausbildungsherrn, entwickelt sind Bram van Velde zum Künstler. Seine Anfänge liegen im Expressionismus. Zwischen 1922 und 1924 hält sich Bram van Velde in der Künstlerkolonie von Worpswede auf und arbeitet dort in entsprechendem modernen Stil. Insbesondere ausdrucksstarke Landschaften und Stillleben entstehen um diese Zeit. Erste Arbeiten werden in Bremen und Berlin gezeigt – ohne nachhaltigen Erfolg.

Ab 1924 lebt Bram van Velde in Paris, wo er u.a. Otto Freundlich, Henri Matisse, Pablo Picasso und deren Arbeiten kennen lernt. Aufgrund der miserablen finanziellen Situation, siedelt Bram van Velde mit seiner Frau Lilly (Sophie Caroline) Klöker, 1932 nach Mallorca über, da hier das Leben günstiger sein sollte. Nach dem Tod von Lilly, 1936, geht er nach Paris zurück, wo er mit Unterbrechungen bis zum Ende der 1950er Jahre lebt und arbeitet. Schrittweise werden die Werke von Bram van Velde nun gestisch-abstrakt.

In seinen überzeugenden informellen Kompositionen der Nachkriegszeit lotet Bram van Velde die Möglichkeit des Malerischen aus. Häufig sind es geometrische Formen (Dreiecke, Ovale etc.), die sich mit umschreibenden Linien zu fleckig-bewegten Farbfeldern entwickeln. Ein subtiler Kolorismus kenn-zeichnet seine Arbeiten. Darüber hinaus schafft Bram van Velde auch Lithografien und Buchillustra-tionen, letztere etwa zu den Werken von Samuel Beckett, mit dem er ab 1937 eng befreundet ist.

Die Zusammenarbeit mit der Galerie Maeght ab 1947 wird aufgrund der Erfolglosigkeit 1952 wieder beendet. Erst sein langjähriger Freund Jacques Putman, setzt sich dafür ein, dass die Galerie Maeght Bram von Velde ab 1972 wieder vertritt. Bereits im Jahr 1958 zeigt die Berner Kunsthalle eine erste Retrospektive zu Ehren von Bram van Velde. Zahlreiche weitere wichtige Ausstellungen folgen, darunter 1970 eine Werkschau im Musée d'Art Moderne in Paris. 1964 nimmt Bram van Velde auch an der Kasseler Documenta III teil. Seine Werke sind heute außerdem in den Dauerausstellungen internationaler Museen wie der Londoner Tate Gallery zu besichtigen.

Im Jahr 1980 siedelt sich Bram van Velde, der in seinen späten Jahren hauptsächlich in Genf arbeitet, in Grimaud (F) an. Hier verstirbt der Künstler ein Jahr später.


Eröffnung:     Do, 30.07.2015, 19:00 h

Ausstellung:     31.07. - 29.08.2015, Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.

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JOSEPH BEUYS - MULTIPLES
Auflagenobjekte und Druckgraphiken

Die galerie p.w. richard zeigt Multiples  und Druckgraphiken sowie Plakate von Joseph Beuys.

Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren und am 26. Januar 1986 in Düsseldorf verstorben, zählt zu den bedeutendsten und wegweisenden zeitgenössischen Künstlern. Mit der Formulierung und Realisierung einer neuen Kunstauffassung, die Kunst und Leben nicht voneinander trennt, sondern sich gegenseitig durchdringen und erhellen soll, hat Joseph Beuys die Kunst “befreit”.  Sein ästhetische Konzept, dass den Begriff von der „sozialen Plastik"beinhaltet und das Wirkungsfeld der Kunst auf alle menschlichen Tätigkeitsbereiche wie Gesellschaft, Kultur, Politik und Ökologie ausdehnte, fokusiert sich in dem Satz: „Jeder Mensch ein Künstler". In zahlreichen Aktionen, Installationen, Bildern, Zeichnungen, Multiples, Grafiken, Plakaten etc., die alle herkömmlichen künstlerischen Gattungsgrenzen sprengten, zielte Joseph Beuys immer wieder auf die Frage nach der existiellen Bedeutung von Kunst in der spät-industriellen Gesellschaft ab.  

Wesentliche Bedeutung auf die Künstlervita von Joseph Beuys hatte sein freiwilliger Kriegsdienst als Bordfunker und Fallschirmspringer zwischen1941 und 1945. Seinen Absturz 1944 über der Krim, den er schwerverletzt überlebte, diente der Legendenbildung. Der spätere Umgang mit Filz, Fett, Hönig etc. wird auf diese Erfahrungen zurückgeführt und betont den Symbolwert des Materials.

1947 beginnt Joseph Beuys sein Studium der Bildhauerei  an der Kunstakademie in Düsseldorf und ist von 1952-54 Meisterschüler vonEwald Mataré. Parallel bzw. anschließend galt sein Interesse der Naturwissenschaft  speziell die Zoologie. Die Einflüsser der gemeinsamen Arbeit mit dem Tierfilmer Heinz Sielmann sind offensichtlich. Erste bilhauerische Werke (Denkmäler) entstanden.

1961 wird Joseph Beuys zum Professor für monumentale Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie berufen, als Lehrer vermittelt er seine Ideen und wirkt maßgeblich auf seine Schüler und die Kunst überhaupt ein. Zahlreiche Fluxus- und Happening-Veranstaltungen sowie Vorträge bringen eine ungeheure Publizität mit sich, aber auch starke Kritik. 1972 kommt es an der Düsseldorfer Akademie zum Eklat, da Beuys alle von der Akademie abgewiesenen Studenten in seine Klasse aufnimmt. Er wird daraufhin entlassen. Er behält sein Atelier im "Raum 3" und gründet dort mit Klaus Staeck, Georg Meistermann und Willi Bongard die "Freie internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung e.V.". Weiteres politisches Engagement folgt u.a. für Die Grünen.

Meilensteine seine Kreativität sind Aktionen wie: Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt (1965), I like America and America likes Me (1974), Honigpumpe am Arbeitsplatz (Dokumenta VI, 1977) oder Installationen wie: The pack (das Rudel) einen alten VW-Bus mit 24 Schlittenobjekten  (1969), Straßenbahnhaltestelle/ Tram Stop/ Fermata del Tram (37. Biennale in Venedig 1976), Skulptur Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung  bzw. 7000 Eichen (Dokumenta VII, 1982), Hirschdenkmäler (Zeitgeist-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau 1982/83).

Gleichzeitig sind es Auflagenobjekte, Druckgraphiken aber auch Plakate, die Joseph Beuys als wesentlichen Bestandteil seine künstlerischen Oeuvres betrachtet, da hiermit der Anspruch „Kunst für alle“ erfüllt werden kann.


Eröffnung: Do, 30.04.2015, 19:00 h
Ausstellung: 01.05. - 05.06.2015, Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.
Gallery Weekend Berlin: Fr, 01.05. 18 - 21 h, Sa, 02.05. 13 -19 h, So, 03.05. 13 - 16 h.

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Eduardo Chillida – OPUS P
Radierungen, Lithographien, Holzschnitte, Serigraphien, Prägedrucke

Die galerie p.w. richard zeigt einen Überblick über die grafischen Arbeiten von Eduardo Chillida.

Eduardo Chillida, am 10. Januar 1924 in San Sebastian im spanischen Baskenland geboren und am 19. August 2002 ebenda verstorben, zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Zu den bekanntesten Werken zählen große Skulpturen als raumgreifenden Instalationen, die insbesondere den öffentlichen Raum nachhaltig prägen. Aber auch grafische Arbeiten in den unterschiedlichsten Drucktechniken sind ein wesentlicher Bestandteil seines künstlerischen Oeuvres.

Ein Architekturstudium, das Chillida 1943 in Madrid beginnt, bricht er aber 1946 wieder ab und schreibt er sich stattdessen in der privaten Kunstakademie "Circulo de Bellas Artes" ein. Erste Skulpturen aus Gips und Ton entstehen. 1948 geht Chillida nach Paris und beginnt dort mit der Arbeit an Eisenskulpturen. Er lernt u.a. Pablo Palazule kennen, später schließ er auch Freundschaft mit  Alberto Giacometti und Alexander Calder. Zurück aus Paris, richtet er sich 1951 in Hernani, nahe San Sebastian, ein Atelier mit  eigener Schmiede ein. Die hier geschaffenen Entwürfe und erste Arbeiten in Schmiedetechnik schufen die Grundlage zu seinen späteren großen Werken als Stahl-/Eisenplastik und Betonskulpturen. Aber auch Holz, Alabaster, Steingut und Schamotte zählen zu seinen Medien. Eduardo Chillida avanciert in den folgenden Jahren zu einem renommierten Bildhauer und Grafiker. Seine Arbeiten werden neben zahlreichen internationalen Ausstellungen auch auf mehreren Documenta und Biennalen gezeigt. In Venedig wird Eduardo Chillida 1958 mit dem Großen Preis für Skulptur ausgezeichnet.  Das Guggenheim Museum widmet ihm 1980 eine Retrospektive in New York.

Seine abstrakten Skulpturen, in der der Raum im Vordergrund steht, verdeutlicht seine Auffassung von den Grenzen und Durchdringen des Raumes als plastisches Werk. Beispielhaft sind u.a. die monumentale Skulptur “Berlin” (1999-2000) im Ehrenhof des Bundeskanzleramts, eine 5,5 Meter hohe und 87,5 Tonnen schwere Corten-Stahlarbeit, gestiftet von dem Münchner Kunstsammler-Paar Rolf und Irene Becker. Ebenso befindet sich seit 1979 auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie die Stahlskulptur “Gudarri” (1957).

Diese Auffassung von den Grenzen und Durchdringen des Raumes kommt auch in den druckgrafischen Arbeiten von Eduardo Chillida zum Ausdruck, die seit 1960 ein wesentlicher Bestandteil seine künstlerischen Schaffens darstellen. Radierungen, Lithographien, Holzschnitte, Serigraphien und Prägedrucke auf den unterschiedlichsten Papieren sind Techniken, um die u.g. Ausdruckformen zu verdeutlichen. Dabei spielt die Hand bzw. die Hände ein wichtiges Motiv der Abstraktion. Auch in den Formaten von Druckstock und Druckträgern bedient sich Eduardo Chillida einem ungewöhnichen Spektrum von S bis XXL .

Aber auch in der Widmung seiner Arbeiten zeigt Eduardo Chillida sowohl seine bewusste Haltung zur sozio-kulturellen Herkunft als Baske als auch als kritischer Beobachter gesellschaftlicher Prozesse. Hier bezieht er mit Arbeiten wie „Artistas contra la tortura”, „Nicaragua”,  „Für Menschenrechte” deutlich Positionen.


Vernissage: Donnerstag, 12.03.2015, um 19:00 h

Ausstellung: 13.03. - 25.04.2015
Mi - Fr 13 - 19 h, Sa 13 - 16 h, u.n.V.

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Gerhard Richter – Editionen

Die galerie p.w. richard zeigt einen Überblick über die Editionen von Gerhard Richter, die einen wesentlicher Bestandteil seines künstlerischen Oeuvres darstellen.

Zu der Eröffnung dieser Ausstellung am Donnerstag den 18. September 2014
um 19:00 möchte ich Sie recht herzlich einladen.

Gerhard Richter, am 9. Februar 1932 in Dresden geboren, zählt zu den bedeutensten zeitgenössischen Künstler. Nach dem Studium ab 1952, arbeitet Gerhard Richter von 1957 bis 1961 als Meisterschüler an der Dresdener Kunstakademie. Anfang 1961 floh Gerhard Richter in die Bundesrepublik Deutschland. Sein Kunststudium setzt er bis 1964 an der Kunstakademie Düsseldorf u.a. bei Karl Otto Götz fort. Er freundet sich mit Sigmar Polke und Blinky Palermo an. Mit Polke und Konrad Lueg gründet Gerhard Richter die Gruppe der "Kapitalistischen Realisten", die1963 das Happening "Leben mit Pop – Eine Demonstration für den Kapitalistischen Realismus" veranstalten. Zu dieser Zeit präsentiert Gerhard Richter erstmals seine typischen "grauen Fotobilder".

Es folgt ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Oeuvre, in dem sich Gerhard Richter immer wieder aufs Neue grundlegend mit der Malerei auseinandersetzte. Dafür verwendet Richter Bildvorlagen jeglicher Art, die er in realistischer Malweise wiedergibt oder mit der Verfremdungstechnik der unscharfen Darstellung abstrahiert. Das ursprüngliche Motiv und dessen Informationsgehalt wird verunklärt. Ab1966 beginnt er mit der Werkgruppe der "Farbtafeln" unter verwendet unveränderte Farbtöne. Ab 1967 bis 1975 entstehen die "Grauen Bilder", für die Gerhard Richter ausschließlich Grauwerte in verschiedenen Strukturen und Maltechniken einsetzt.

Immer wieder widmet sich Gerhard Richter einem bestimmten Einzelmotiv in einer ganzen Reihe von Bilden, wie den "Seestücken" (1969-1976), den Wolkenbildern oder den Alpenbildern. Parallel entstehen seit den 60er Jahren farbkräftigen, gestisch-expressiven Gemälde. Großformatige Arbeiten in Rakeltechnik folgen und stellen eine neue Dimension der autonomen abstrakten Malerei dar. Installationen, Spiegel- und Glasobjekte ergänzen die Vielfalt seiner Arbeiten.

In den 90er Jahren beginnt die internationale Wertschätzung von Gerhard Richter, die mit zahlreiche Retrospektiven weltweit (u.a. 2002 MoMa, New York) zum Ausdruck kommen. In dem Ranking der einflussreichsten und international erfolgreichsten Künstler der Gegenwart steht er weit oben.

Wichtig und wesentlicher Bestandteil des abwechslungsreichen Oeuvres von Gerhard Richter sind die Editionen. Dieses sind all jene künstlerischen Originale, die nicht als Unikate sondern aus Auflagen entstanden. Sämtliche Druckgrafiken, Fotoeditionen, Künstlerbücher, Multiples als Auflagenobjekte oder Gemäldeeditionen zählen hierzu. Entsprechend dem o.g. Spektrum der künstlerischen Ausdruckformen gliedert sich auch die Editionen in Monochromie, Readymadefarben, Unschärfen, Abstraktionn etc.

Gerhard Richter lebt und arbeitet seit Anfang der 1980er Jahre in Köln.

Ausstellung: 19.09. - 25.10.2014

Mi - Fr 13:00 - 19:00, Sa 13:00 - 16:00 u.n.V.
Berlin Art Week: Fr + Sa 13:00 -21:00, So 13:00 – 19:00

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Asger Jorn - Druckgrafiken
Zum 100. Geburtstag des COBRA-Gründers

2014 hat Asger Jorn, einer der bedeutensten zeitgenössischen Künstler, seinen
100. Geburtstag. Asger Jorn der 1914 in Vejrum, Dänemark, geboren ist und 1973 in Aarhus verstarb, prägte mit seiner unkonventionellen Kunst des Informellen nachhaltig die Kunstszene nach 1945. Die Orientierung an Volkskunst, Kinderzeichnungen oder Graffiti bildeten die Grundlage für eine Kunst mit dem deutlichen Anspruch nach Freiheit und Unabhängigkeit. Dieses bedeutete gleichzeitig die Ablehnung des Surrealismus, der Rationalismus und jeglicher Reglementierung. Vielmehr das Neue in der Kunst, das Experiment, die Erfahrung sowie die volkstümliche Tradition und das ethnologische Interesse stand im Vordergrund. Insbesondere die starkfarbigen Gemälden, skurrilen Skulpturen oder irritierende Keramiken sind inspiriert von dieser Suche nach Spontaneität und Expressivität.

Aktivitäten wie die Gründung der Künstlergruppe COBRA (1948) der Situationistischen Internationalen bzw. Internationale Situationniste (1957) oder das Skandinavische Institut für vergleichenden Vandalismus  (1961) sind beispielhaft für seine rastlose Persönlichkeit. In zahlreichen Publikationen bezieht Asger Jorn unerbittlich Stellung gegen Rationalismus, Formalismus und Herrschaftsstrukturen. Trotz finanziellen Entbehrungen, erst Ende der 50er Jahre erfolgt die internationale Anerkennung, sowie zahlreiche gesundheitliche Probleme, haben Asger Jorn nicht davon abgehalten, aktiv und nachhaltig die Kunst nach 1945 mit zu prägen.

Die galerie p.w. richard möchte aus dem Anlass des 100. Geburtstages von Asger Jorn druckgrafischen Arbeiten zeigen, die ein wesentlicher Bestandteil seines künstlerischen Oeuvres sind. Auch in den Lithografien, Radierungen und Holzschnitten kommen die Spontanität und das Rebellenhafte als Statement der künstlerischen Radikalität zum Ausdruck. Auch hier bestimmen die unkonventionelle Primitivität der Motive, Linienbündeln und Farbgebungen den Anspruch von Asger Jorn nach nach einer neuen durch Unabhängigkeit geprägten Kunst.

Neben den Druckgrafiken von Asger Jorn wird auch die von der Foundation Asger Jorn 1976 herausgegebene Mappe Pour Jorn gezeigt. Seine Künstlerfreunde wie Alechinsky, Appel, Constant, Corneille, Dotremont, Matta, Michaux, Saura etc. haben sie als Hommage für diesen großartigen Künstler geschaffen.

Zu der Eröffnung dieser Ausstellung am Donnerstag den 24. Juli 2014 um 19:00 möchte ich Sie recht herzlich einladen.

Ausstellung: 25.07. - 05.09.2014

Mi - Fr 13: - 19:00, Sa 13:00 - 16:00 u.n.V.

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tàpies – obra gràfica
Grafiken von Antoni Tàpies

Mitte der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts entstehen seine berühmten Materialbilder: reliefhaft und pastos gemalte Werke aus Sand, Stofffetzen, Gips, Leim und Lack. Viele von Antoni Tàpies’ Arbeiten erinnern an krustige Erd- und Gesteinsformationen. Sowohl in seinen Materialbildern, als auch in seinen grafischen Werken sind immer wiederkehrende Zeichen, Symbole, Körperteile und Gegenstände dargestellt, bei denen sich der Künstler vom Alltag inspirieren ließ.

Die Ausstellung „tàpies obra gràfica“ gibt einen Überblick über das vielfältige, grafische Werk von Antonie Tàpies. Neben Siebdrucken und Lithografien, in denen er sich mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von Realität und Wirklichkeit auseinandergesetzt hat, werden vor allem Aquatinta-radierungen gezeigt. Auch in der Grafik experimentierte er mit der Textur von Papier, Pappe und Wellkarton und collagierte Alltagsgegenstände. So entstand eine faszinierende Ästhetik, die jenseits der anerkannten, etablierten Kunst lag. In den ausgestellten Arbeiten von Tàpies reicht das Spektrum von starkfarbigen, graffitihaften- bis hin zu seinen zarten, poetischen Kompositionen.

Antoni Tàpies, der 1923 in Barcelona geboren ist und 2012 ebenda verstarb, war aber auch eine politisch aktive Persönlichkeit, die öffentlich Partei für eine unabhängige Kunst bezog. Beispielhaft ist das immer wiederkehrende Motiv der vier roten Streifen der katalanischen Flagge, als Statement für die soziokulturelle Eigenständigkeit seiner Heimat. Zeit seines Lebens setzte sich der spanische Künstler aktiv für Demokratie, Meinungsfreiheit und Frieden ein und entwarf Plakate für politische Veranstaltungen. Die galerie p.w. richard plant langfristig eine Auswahl der Mappen und Bücher von Antoni Tàpies zu zeigen.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Antoni Tàpies Ausstellung am Donnerstag, 5. Juni 2014
um 19 Uhr ein und freuen uns auf Ihren Besuch.

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 5.6.2014 um 19 Uhr
Es spricht: P.W. Richard, Galerist

Ausstellungsdauer: Fr 6. Juni bis Sa 19. Juli 2014

Öffnungszeiten: Mittwoch-Freitag 13 – 19 Uhr,
Samstag 13-16 Uhr und nach Vereinbarung


Pressereferentin:
Rita Preuß, Mobil 0179-495 17 43,
preuss-rita@t-online.de

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ROBERT RAUSCHENBERG: Prints / Grafik aus vier Jahrzehnten
Neueröffnung der galerie p.w. richard: Donnerstag, 24. April 2014

Er ist einer der wichtigsten Künstler Amerikas nach 1945 und gilt als Vater der Pop-Art. In Europa war Robert Rauschenberg (1925-2008) sowohl mit Objekten aus Alltagsgegenständen als auch mit Malerei mehrfach auf der Documenta und auf der Biennale in Venedig vertreten. Weniger bekannt ist, dass er auch ein hervorragender Grafiker war.

2008 starb Robert Rauschenberg im Alter von 82 Jahren in Florida. Doch wartet man in Berlin vergeblich auf eine Retrospektive des Künstlers. Die letzte große Ausstellung Rauschenbergs liegt weit über 30 Jahre zurück. 1980 widmete ihm die Staatliche Kunsthalle Berlin eine umfangreiche Werkschau. Da der Künstler in Berlin so lange unterrepräsentiert ist, entschied sich P.W. Richard dafür, die Neueröffnung seiner Galerie in Berlin-Charlottenburg mit einer Einzelausstellung Robert Rauschenbergs zu beginnen.

Seit den sechziger Jahren experimentierte der Künstler mit grafischen Techniken und arbeitete mit einer ausgefeilten Reprotechnik. Der Sammler P.W. Richard hat im Laufe der Jahre eine große Zahl von Papierarbeiten Rauschenbergs erworben. Die jetzt ausgewählten Werke aus vier Jahrzehnten geben einen spannenden Querschnitt durch das Œuvre. Dabei nahm der amerikanische Künstler Themen wie das Raketenstartgelände der U.S. Air Force dem Cape Canaveral, die Freiheitsstatue oder Pferderennen aufs Korn.

Die mit Abstand größte Arbeit in der Einzelausstellung ist der hochwertig gedruckte Stahlstich „Sovjet / American Array II“ von 1988-90, die Rauschenberg nach seiner Reise in die UdSSR entwarf. Eines der Ergebnisse ist die farbige Grafik, die aus verschiedenen Druckplatten besteht. Neben Papier setzte Rauschenberg auch Seide als Druckstock ein wie die dreiteilige Arbeit „Hoarfrost Editions“ von 1974 zeigt. Seine Experimentierfreude wird auch in den Blättern deutlich, in denen er Druckgrafik mit Collageelementen kombiniert hat.

Zum Profil der neuen galerie p.w. richard
P.W. Richard ist mit Kunst aufgewachsen, schon sein Großvater sammelte expressionistische Kunst. Seit 30 Jahren begeistert sich P.W. Richard für die Kunst nach 1945 und sammelt mit großer Leidenschaft ausnahmslos zeitgenössische Grafik. Vor allem Grafik, die Künstler als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel eingesetzt haben. Viele der Künstler aus seiner Sammlung gehörten zu der politisch und gesellschaftskritischen Protestbewegung der sechziger und siebziger Jahre.
Auf dem Programm seiner neu gegründeten Galerie in Berlin-Charlottenburg stehen Druckgrafiken von internationalen Künstlern wie Joseph Beuys, Eduardo Chillida, Jasper Johns, Imi Knoebel, Roy Lichtenstein, Blinky Palermo, Sigmar Polke, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Antoni Tápies, Andy Warhol.

P.W. Richard bietet in seiner Galerie Kunst von hoher Qualität zu günstigen Preisen und will auch jungen Sammlern einen Zugang zur exzellenten Grafik namhafter Künstler ermöglichen.
Wir laden Sie herzlich zu unserer Eröffnung in die galerie p.w. richard
am Donnerstag, 24. April 2014 um 19 Uhr ein und freuen uns auf Ihren Besuch.

Galerie- und Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 24.4.2014 um 19 Uhr
Es spricht: P.W. Richard, Galerist
Ausstellungsdauer: Fr 25. April bis Sa 31. Mai 2014
Öffnungszeiten: Mittwoch-Freitag 13 – 19 Uhr, Samstag 12-16 Uhr und nach Vereinbarung
Am Gallery Weekend Berlin hat die Galerie P.W. Richard Sonderöffnungszeiten:
Freitag 02.05. 12 - 21, Samstag 03.05. 12 - 21 und Sonntag 04.05. 13 -18 Uhr

galerie p.w. richard
Wielandstr. 13, 10629 Berlin-Charlottenburg,
Tel: 49(0)176.67 58 93 85
49(0)30 / 36412640   (Anschluss ab April 2014)
galerie@galerie-p-w-richard.de

Pressereferentin:
Rita Preuß
Mobil 0179-495 17 43,
preuss-rita@t-online.de

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